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Baikal Adventures zur heiligen Nase

Gastbeitrag
– Ein Besuch bei Freunden –

Wir, Michelle und Rebecca, Schulfreundinnen von Nathi, hatten beschlossen für einige Tage der Lukimog-Crew Gesellschaft zu leisten.

Gesagt, getan – Reisepass und Visum beantragt, Flüge gebucht und los ging es!

Erster Halt für uns war Moskau. Nach einem Tag Sightseeing blieben uns vor allem die bei Nacht prächtig beleuchteten Straßen und Gebäude in Erinnerung.

An unserem Flugendziel Irkutsk wurden wir von Nathi, Lukas und Lisanne herzlich empfangen. Drei strahlende Gesichter, ein persönliches Schild und Schokoladenmatroschkas, die im Lukimog auf unserem Bett warteten, gaben uns sofort das Gefühl willkommen zu sein.

Nach ca. 2 Stunden Fahrt erreichten wir ein kleines Örtchen, indem Nathi und Lukas vor einigen Jahren schon mal waren. Dort gingen wir auf einem Markt frische Lebensmittel einkaufen. Kleine Stände mit Produkten aus Omis Garten begeisterten uns besonders – geschmacksintensiv & frisch! Fürs Frühstück suchten wir uns einen schönen Platz am Baikalsee, wo wir zu unserer Überraschung das Glück hatten direkt einige der sich selten blicken lassenden Bailkalrobben zu beobachten.

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Genauso wie bei diesem Frühstück und jeder weiteren Mahlzeit genossen wir das leckere Essen und die Geselligkeit. Mit traumhaften Standplätzen direkt am Wasser, Lagerfeuer jeden Abend, tollen Sonnenuntergängen und dem guten Wetter viel es nicht schwer sich fernab von Handy und Internet zu entspannen.P1277366P1277297P1277359P1277430P1277713P1277442P1277661P1277617P1277653

Um ein schönes Feuer jeden Abend zu garantieren, wurde fleißig Holz gesucht, gesägt, gesammelt und gehackt. Dabei von großer Bedeutung war für Nathi und Michelle auch der geeignete „Prökelstock“, der unter fachmännischer Bedienung für die perfekte Flamme sorgt.Die Prökelprofessorin Nathi erkannte sofort Michelles Talent und war gewillt diese ehrenvolle Aufgabe mit ihr zu teilen.P1277264P1277267

Weniger erfolgreich waren die zahlreichen Angelversuche. Ob vom Boot oder Strand zog Lukas nur kleine Fische aus dem Wasser, die von ihm wieder in die Freiheit entlassen wurden. Seine sexy Angelhose zog scheinbar nur die weiblichen Insassen des Lukimogs an. Lies aber die Fische kalt.P1277284-1.jpg

Auch die meist freundlichen Standplatznachbarn hatten kein Glück bei der Fischjagd, luden uns aber zum Essen ein oder gaben uns Obst/ Gemüse/ Kleidung als Geschenke für Lisanne mit. Die Kleine eroberte mit ihrem süßen Grinsen und Winken alle Herzen für sich! Dies tröstet auch darüber hinweg, dass Nathis Übergabe von Lisanne an uns nicht immer mit Begeisterung hingenommen wurde. Wenn trotz jeglicher Bemühungen der Wunsch nach Mama nicht nachlies war unsere Notlösung: Bestechung mit Fleischwurst! – Die einzige uns schlüssige Erklärung für Lisannes Fleischwurstsucht waren Nathis damalige Schwangerschaftsgelüste nach genau dieser.P1277328.jpg

Auch bei den Erwachsenen kam die ein oder andere Essensanomalie zum Vorschein. Michelle mit einem Löffel Tomatenmark im Mund oder Rebecca, die ihren Rotwein mit Cola versüßte. Bei Nathi standen Kekse und Schokolade hoch im Kurs, während sich Lukas über die aussortierten Speckschwarten der Schaschlikspieße erfreute. Knoblauch, Ziebeln und Kräuterbutter durften dafür auf keinem Teller fehlen.

Neben den Kilometern, die wir mit dem Lukimog zurücklegten gehörten Schwimmen, Kajakfahren und Kartenspielen mit Nathi zu den gern erlebten Aktivitäten. Auch Lukas, der fast seit einem Jahrzehnt nicht mehr schwimmen war, lies sich eine Abkühlung im Baikalsee nicht nehmen. Rebeccas Lieblingsbeschäftigung blieb nichtsdestotrotz das Shoppen auf den Märkten!!!P1277412P1277426P1277767Für Lisanne ging es in den Kochtopf zum Baden.P1277507

Die schaukelige Fahrt mit dem Lukimog war auf den teils unebenen Straßen zunächst sehr gewöhnungsbedürftig. Und trotz dem die Wucht der ein oder anderen Bodenwelle nicht zu unterschätzen war, fühlten wir uns mit dem eingespielten Team im Fahrerhaus, stets sicher und geborgen. Dazu trug auch die Security Officerin Binti bei. Sie war beim Gleichgewicht halten auf unebenen Straßen deutlich geübter als wir Anfänger. Im einzigen Moment, indem sie ihrem Job vernachlässigte auf Hab und Gut zu achten, war Lukas zur Stelle. Noch leicht im Schlummermodus erhallte Lukas Ruf am Morgen und erregte unsere Aufmerksamkeit. Aus dem Fenster blickend erspähten wir den Eindringling – eine Holzdiebin – die trotz der deutschen Sprache sehr wohl verstand, dass es sich um unser Holz handelte. Eine alte Oma, die geduckt mit der Beute auf dem Arm über den Sand schlich, bringt noch jetzt unsere Mundwinkel zum zucken. Besoners lustig war dies für Nathi, da sie am Tag zuvor ein ähnliches Szenario vom Kajak aus beobachtet hatte. Ihr Ratschlag das Feuerholz abends unter Verschluss zu bringen, nahm da noch keiner ernst. Nun sind wir schlauer! Lukas teilte der erschrockenen Alten mit einem lauten Ruf mit: „Und die Boote gehören auch uns!“ – Sicher ist sicher!-

Der Tatort..P1277367

Als wir später den Lukimog verließen, stellten wir fest, dass die Holzdiebe ihren Standplatz schon geräumt hatten.

Binti war nicht der einzige Hund, der uns auf unserer Reise begeisterte. An unserem letzten Tag besuchten wir einen Huskypark, auf den wir dank einer Visitenkarte, die über Nacht an den Unimog geklemmt wurde, stießen. Nathi, die scheinbar nicht ganz so überzeugt war, wurde zur Sicherheit von einem Husky markiert. Nach dem Austausch mit der Besitzerin über Hund und unser Reisegefährt ging es zurück nach Irkutsk. Von dort aus flogen wir am nächsten Morgen zurück in die Heimat.P1277841P1277847P1277861P1277247

Wir bedanken uns bei euch für 9 Tage, 1500 km, viele schöne Momente und eure Herzlichkeit!

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Eure Michelle & Rebecca

Ein Kommentar

  1. Ulla Brehm Ulla Brehm

    An Michelle und Rebecca: Als Uri erlaube ich mir auch Euch Dank zu sagen, für eine so herzliche und wertschätzende Schilderung Eurer kurzen “ All-inclusiv-Reise“ zum Baikalsee! Schön, dass Ihr neue, überaus interessante Eindrücke von der Reise
    „unserer“ Lieben mitnehmen konntet und uns daran teilnehmen lasst! Die Fotos sind wiederum einmalig,, vor allem der Sonnenuntergang und die Huskies! Findet Euch wieder gut in den deutschen Alltag ein, der zwar komfortabler erscheint aber wenig Raum lässt für all das, was Ihr in kurzer Zeit erleben konntet!
    Ciao zu Euch, Ulla
    p.s. Ich glaube, sowohl Oma wie Uri müssen in Zukunft den Fleischwurstvorrat etwas vergrößern!!!! Danke für den Tipp!

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